Die Pollensaison hat begonnen! Was tun gegen laufende Nasen, tränende Augen und allergisches Asthma?

Niesen, rote, juckende Augen, laufende oder verstopfte Nase: Wer diese Symptome zu bestimmten Zeiten des Jahres kennt, leidet sehr wahrscheinlich unter einer Pollenallergie (Allergische Rhinitis, volkstümlich: Heuschnupfen).
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Die Erkrankung kann von einer ganzen Reihe unterschiedlichster Pflanzenpollen ausgelöst werden. Zu den häufigsten Allergenen zählen Gräser- und Getreidepollen sowie Frühblüherpollen von Hasel, Erle und Birke. Die Birke kann bereits im Januar, Hasel und Erle ab März blühen.

Ursachen und Gefahren des Heuschnupfens
Die Ursache der Pollenallergie liegt in einer überschießenden, „falsch gepolten“ Reaktion des Immunsystems. Ganz simpel erklärt, erkennt die Abwehr in den an sich harmlosen Pollen einen ernst zu nehmenden Gegner, gegen den es sich zur Wehr setzt. Der Körper schüttet unter anderem das Gewebshormon Histamin aus. Daraufhin zeigt der Organismus die typischen Symptome, die wir oben erwähnt haben. In vielen Fällen ist die Erkrankung sehr unangenehm, jedoch nicht gefährlich. Bedenklich sind jedoch sogenannte Komorbiditäten, also Krankheiten, die infolge der Allergie entstehen können. Dazu zählen unter anderem Asthma und Nasennebenhöhlenentzündungen. Diese Problematik gilt es zu verhindern; außerdem ist die Lebensqualität durch eine starke Pollenallergie deutlich eingeschränkt.

Was können wir für Sie tun?
Zunächst ist es wichtig, zu wissen, welche Pflanzen die Beschwerden auslösen. Natürlich gibt der Monat, in dem die Symptome auftauchen, erste Hinweise. Allerdings müssen wir sicher sein, dass die Erkrankung beispielsweise nicht von Hausstaub ausgelöst wird. Dafür stehen uns verschiedene Testverfahren (Bluttest, Pricktest, Provokationstest) zur Verfügung. Ist abgeklärt, welche Pollen verantwortlich sind, können wir eine gezielte Therapie einleiten. Zur Bekämpfung der Symptome stehen eine Reihe unterschiedlicher Medikamente zur Verfügung. Antihistaminika, Cortisonpräparate oder Nasenspray/-tropfen zum Abschwellen der Nasenschleimhaut dämpfen jedoch nur die Symptome. Um die Krankheit zu heilen, wählen wir ein anderes Verfahren, die Hyposensibilisierung, jetzt auch „Allergen-Immun-Therapie (AIT)“ genannt. Dabei führen wir Ihnen über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre) das Allergen in winzigen Dosen zu, dies im Rahmen der subkutanen Immuntherapie (SCIT) oder der sublingualen Immuntherapie (SLIT), bei der Sie sich ganz einfach zu Hause mit Tabletten selbst behandeln können. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem an die Pollen und stellt die Überreaktion ein. Wie bei allen therapeutischen Verfahren kann es bei der Behandlung zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Wir informieren Sie ausführlich über alle Abläufe, Maßnahmen und Begleitumstände der Therapie. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin, entweder an unserem Standort Wettmar (05139 / 3033) oder in unserer Privatpraxis in Großburgwedel (05139 / 1007). Übrigens: Wir therapieren auch alle anderen Formen von Allergien. Im Fall von Insektengiftallergien ist es besonders wichtig, diese gefährlichen Erkrankungen zu behandeln.

Weitere Informationen zu diesem Thema haben wir Ihnen auf den Seiten der Patienteninformationen zusammengestellt.